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ANIMAL BALANCE
 
 
Wir wenden eine Technik an, die sich aus verschiedenen Methoden der Kinesiologie zusammensetzt und auf einzigartige Weise, die körperliche, energetische und neurologische Ebene von Tieren anspricht. Das Kernstück unserer Arbeit richtet sich an die sogenannten Überlebenssysteme, die im Hirnstamm ausgelöst und aufrecht gehalten werden. Jan Panksepp hat diese Systeme, die erst einmal aus einem Angst-, Panik ( Trennungsschmerz ), Aggressions-, Fürsorge und Suchsystem bestehen erforscht und festgestellt, dass diese für das Überleben des Tiers ( und auch des Menschen, wie sich später herausstellte )überlebenswichtig sind. Diese Systeme werden also ausgelöst durch bestimmte oder generelle Reize, die das Überleben des Tieres als Individuum oder seiner Gruppe gefährdet. Wenn die "Gefahr", der Stressor, vorüber ist, sollte sich das System wieder ausschalten. Ist das nicht der Fall, dann bleibt dieses System aktiv und dominiert und bestimmt alles weitere Verhalten und die Reaktion auf die Umwelt. Das Tier nimmt die Welt zum Beispiel durch den Filter der Angst wahr und ihm erscheint alles bedrohlich. Um das Überleben sicher zu stellen entwickelt das Tier verschiedene Strategien, um bedrohliche Situationen zu meistern; es wehrt sich, zieht sich zurück oder könnte auch selbst angreifen. Die größte Schwierigkeit in dieser Situation ist der Umgang mit dem Tier, denn es befindet sich zum einen im Stress und zum anderen in den meisten Fällen im Konflikt anders handeln zu wollen, aber nicht zu können. Als Halter erscheint das Tier unzugänglich, stur, unberechenbar oder bockig. Es hört einfach nicht auf unsere Anweisungen und gehorcht nicht. Aber tatsächlich kann das Tier dies in diesem Moment gar nicht. Der Stress ist zu groß und blockiert in vielen Fällen die gelernten Konditionierungen und sogar die natürliche Beschwichtigungsmethode. Dieser Stress wirkt sich nicht nur auf das Ausführen von Anweisungen und das allgemeine Verhalten des Tieres aus, sondern auch auf deren Struktur, das heißt seine Muskeln und Knochen und auf seine Physiologie, die Hormone, Organe und auf das Immunsystem aus.
Wenn wir den Stress im allgemeinen und später auch auf spezifische Stressoren wie Stöcke, Leine, Hunde usw. auflösen, kann das Tier sich wieder entspannen, wieder auf die angeborenen Signale und die konditionierten Befehle reagieren und die Situation selbst oder unter Anleitung meistern.
Das Tier ändert sein Verhalten und kommt seinen natürlichen Verhalten und Charakter näher. Da wir mit dieser Therapieform die blockierten Verhaltensweisen des Tieres lösen, ist es notwendig, dass die Freiheit, die das Tier dadurch gewinnt, genutzt wird, um das neue Verhalten positiv zu konditionieren oder Gewohnheiten, die sich eingeschliffen haben durch gezieltes Training mit positiver Konditionierung zu verändern.
 
Wir hoffen, dass wir durch die Anwendung dieser Therapieform mehr Verständnis für Tiere und ihre Besitzer herstellen können. Wir hoffen, dass wir dazu beitragen können, dass die Tiere, ob Hund, Katze oder Pferd als wahre Lebewesen betrachtet werden können, deren Lebensgeschichte prägend ist für ihren weiteren Weg, dass sie genauso seelisch verletzt werden können, wie wir Menschen und sie spüren und verstehen wie wir über sie denken und sprechen. Ein positives und entspanntes Verhalten dem Tier gegenüber, kann sich nur positiv auf ihr eigenes Leben auswirken.
 
Wir freuen uns darauf Ihnen mehr Information geben zu dürfen und hoffen Ihnen helfen zu können, wenn Sie sich mit Ihrem Tier an uns wenden.
 
 
Gabi Scherle Tel.: 0761 / 2020820